20 Jahre als Trainer – eine Sache beschäftigt mich immer wieder

Wenn ich zurückblicke, wird mir manchmal selbst bewusst, wie lange ich diesen Beruf schon mache.

Seit 2005 arbeite ich als Fitnesstrainer. Angefangen hat alles im Fitnessclub Val Blu in Bludenz. Einige Jahre später, 2011, habe ich mein eigenes Studio eröffnet. Dieses Jahr feiern wir tatsächlich 15-jähriges Jubiläum.

Darauf freue ich mich ehrlich gesagt sehr. Nicht wegen der Zahl, sondern weil ich nach all den Jahren immer noch sagen kann: Ich mache diese Arbeit unglaublich gern.

Menschen fitter machen.

Menschen helfen, wieder schmerzfrei zu werden.

Menschen dabei begleiten, ihre Gesundheit zu verbessern.

Das ist für mich bis heute eine der sinnvollsten Arbeiten, die ich mir vorstellen kann.


Menschen, die seit vielen Jahren dabei sind

Was mich besonders stolz macht:

Es gibt Mitglieder, die seit über 10 Jahren regelmäßig trainieren.

Eine Dame trainiert mittlerweile seit 18 Jahren mit mir. Wenn ich darüber nachdenke, ist das fast eine gemeinsame Lebensreise geworden.

Wenn ich diese Menschen heute sehe, fällt mir immer wieder das Gleiche auf:

  • sie bewegen sich gut
  • sie sind körperlich belastbar
  • sie haben Energie im Alltag
  • sie wirken oft deutlich jünger, als sie eigentlich sind

Und vor allem: Sie haben eine hohe Lebensqualität.

Natürlich gibt es auch bei ihnen mal Rückschläge, Verletzungen oder stressige Phasen im Leben. Aber das Training gibt ihnen ein Fundament, auf das sie immer wieder zurückkommen können.


Die andere Seite, die mich manchmal nachdenklich macht

Über die Jahre sind aber auch viele Menschen zu mir gekommen, die nur kurz geblieben sind.

Manche haben ein Probetraining gemacht.

Andere haben sogar begonnen zu trainieren.

Und nach ein paar Wochen oder Monaten waren sie wieder weg.

Oft ohne großen Grund.

Das Leben kam dazwischen.

Die Motivation war weg.

Der Alltag war stärker.

Und das ist etwas, was mich immer wieder nachdenklich macht.

Nicht, weil jemand nicht bei mir trainiert. Das ist wirklich nicht der Punkt. Es gibt viele gute Wege, fit zu werden.

Was mich beschäftigt ist etwas anderes.


Wenn ich diese Menschen Jahre später wieder sehe

Manchmal treffe ich diese Menschen Jahre später auf der Straße.

Und leider höre ich dann öfter Sätze wie:

  • „Mir tut eigentlich immer etwas weh.“
  • „Ich fühle mich viel älter, als ich bin.“
  • „Ich habe keine Energie mehr.“
  • „Früher hätte ich mehr für mich tun sollen.“

Das macht mich ehrlich gesagt immer ein bisschen traurig.

Weil ich weiß, wie viel Lebensqualität möglich wäre.

Nicht durch extremes Training.

Nicht durch Leistungssport.

Sondern einfach durch regelmäßige Bewegung über viele Jahre.


Der Unterschied entsteht nicht in Wochen – sondern in Jahren

Viele Menschen erwarten schnelle Ergebnisse.

6 Wochen.

8 Wochen.

3 Monate.

Aber die wirklich großen Unterschiede entstehen über Jahre hinweg.

Wenn jemand:

  • 2–3 Mal pro Woche trainiert
  • seine Muskeln erhält
  • beweglich bleibt
  • seinen Körper regelmäßig belastet

Dann verändert sich das Leben langfristig enorm.

Nicht nur körperlich.

Auch mental.


Meine einfache Botschaft

Deshalb ist meine Botschaft an alle, die das hier lesen, eigentlich ganz simpel:

Tut etwas für eure Gesundheit.

Egal wo.

Egal wie.

Ob bei uns im Studio, in einem anderen Fitnessstudio, beim Wandern, Radfahren, Krafttraining, Yoga oder Schwimmen.

Mir ist wirklich egal, wo ihr es macht.

Aber macht etwas.

Bewegung ist Leben.


Wir leben nur einmal

Zeit ist das Einzige, was wir nicht zurückbekommen.

Und Gesundheit ist die Grundlage für fast alles im Leben:

  • Energie im Alltag
  • Freude an Bewegung
  • Reisen
  • Zeit mit Familie und Freunden
  • Selbstständigkeit im Alter

Wenn ich eines aus über 20 Jahren als Trainer gelernt habe, dann das:

Der Körper vergisst nicht, was wir für ihn tun – und auch nicht, was wir nicht tun.

Darum fangt an.

Bleibt dran.

Und gebt eurem Körper die Chance, euch viele Jahre gut durchs Leben zu tragen.

Nach oben scrollen
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner